Frieden braucht Mut!


Liebe Flüchtlinge,
die Menschen haben sich noch nie an irgendwelche Grenzen gehalten. Sie leben und arbeiten dort, wo es ihnen gefällt. Völkerwanderungen zeugen davon. Die Geschichte von Moses, der das israelische Volk aus der Sklaverei in Ägypten ins verheißene Land führte, ist wohl allen bekannt.
Es gibt vielfältige Gründe warum Menschen ihre Heimat freiwillig oder erzwungenermaßen verlassen: Politische, wirtschaftliche oder religiöse Unzufriedenheit. So entstand im Laufe der Jahrtausende überall auf der Welt ein kunterbuntes Gemisch von Menschen aller Kulturen.

Kein Machtbesessener kann ein anderes Land angreifen, denn er würde seine Artgenossen verletzen oder gar töten.
Wir sind alle Bürger dieser Welt: Weltenbürger!


Meine 6-köpfige Familie ist 1945 aus Pommern geflüchtet und strandete in Flensburg in einem Barackenlager. Meine Mutter war stark traumatisiert, wurde vergewaltigt und bekam ein Kind.
13 Jahre lebte sie in drei Barackenlagern mit ihrem Kind. Die Einwohner von Flensburg lästerten über die Flüchtlinge: "Diese Polacken stinken alle und haben Läuse..." Es gab kein fließendes Wasser in ihrem Zimmer, keine Waschmaschine, die Toiletten waren in einer anderen Baracke untergebracht. Trotz allem, hatte sich ihr Kind sehr positiv entwickelt, hat aus diesem Irrsinn gelernt, begegnet heute den Flüchtlingen aus fernen Ländern mit dem nötigen Respekt.
Liebe Flüchtlinge ihr bereichert unser Land mit euren vielfältigen Ideen. Macht euren Kindern Mut auf eine gute Zukunft in unserem Land.

Es wird Zeit J E D E M Menschen mit Würde zu begegnen.
Es wird Zeit grenzenlos human zu werden.

"Diskussionen über den Frieden und den Umgang mit Flüchtlingen, gibt es seit Jahrtausenden."
Die Aufrüstung in Europa und anderen Ländern macht mir Angst. Dort wo Waffen vorhanden sind, werden sie auch irgendwann eingesetzt. Vielleicht muss auch ich eines Tages auswandern.

Ich bin froh darüber, dass es die Vereinten Nationen gibt. Sie bemühen sich um die Sicherung des Weltfriedens, des Völkerrechts, der Menschenrechte und fördern die internationale Zusammenarbeit.

Mein gewissermaßen utopischer Traum:
Alle Waffen vernichten - fragt sich nur, wohin mit dem Schrott?
Die Milliarden, die bisher für Waffen ausgegeben wurden, den Vereinten Nationen zur Verfügung stellen. Das sind immerhin zur Zeit 1.451,6 Milliarden (Quelle - https://de.statista.com)

Die Vereinten Nationen könnten dann ärmere Länder unterstützen: Für alle Menschen auf der Welt menschenwürdige Bedingungen schaffen: Wohnungen, Schulen, Kliniken, Universitäten, Arbeitsplätze, gesunde Lebensmittel...

Diesen Mut bringt der Buddhismus auf:
Obwohl der Buddhismus Opfer von Gewalt und Verfolgung war (Christentum, Islam, Stalinismus, Maoismus u. a.) gab es keine gewaltsame Gegenwehr, keine Rache-Akte.

Obwohl er dadurch riesige Verbreitungsgebiete verloren hatte, versuchte er nie, diese gewaltsam zurück zu erobern.

Obwohl der 14. Dalai Lama im Exil leben muss, hat er großes Interesse in vielen Menschen dieser Erde für den Buddhismus geweckt.

Die Lehre und Praxis der Buddhisten beinhaltet, sich durch ethisches Verhalten, die Entwicklung von Mitgefühl und dadurch bedingt zu einer Weisheit zu gelangen, die vom ewigen Kreislauf des Leidens befreit.
Dalai Lama

Vortrag 1986 in Wien anläßlich der internationalen Weltfriedenskonferenz:

"... Wenn es uns gelingt, mit den Menschen mit ganz normalen Menschen ins Gespräch zu kommen und eine echte Kommunikation anzuknüpfen, werden wir sofort feststellen, daß hinter allen individuellen Problemen eine große Fähigkeit des Verstehens, des Lernens, des Mitfühlens, der Hingabe und Zielstrebigkeit liegt. Diese Fähigkeit zu wecken und auszubilden ist unsere Aufgabe. Daß sie überhaupt existiert, ist unsere Hoffnung."


Aus einer berühmten Lehrrede des Buddha an die Bewohner der Stadt Kalama:

"Geht Kalamer, nicht nach Hörensagen, nicht nach Überlieferungen, nicht nach Tagesmeinungen, nicht nach der Autorität heiliger Schriften, nicht nach bloßen Vernunftgründen und logischen Schlüssen, nicht nach erdachten Theorien und bevorzugten Meinungen, nicht nach dem Eindruck persönlicher Vorzüge, nicht nach der Autorität eines Meisters!

Wenn ihr aber Kalamer, selber erkennt: Diese Dinge sind unheilsam, sind verwerflich, werden von Verständigen getadelt. Und, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Unheil und Leiden, dann oh Kalamer, möget ihr sie aufgeben."

Anguttara-Nikaya III, 66, Kalama-Sutta

Black Elk / Hehakà Sapa, Ogallal-Sioux
Black Elk war ein Mann des Friedens. Sein Leben lang warb er für Verständnis und Toleranz. Er lebte als Schamane und Heiler und verbreitete sein Wissen. Sein Ansehen war so groß, dass viele weiße Autoren zahlreiche Bücher über ihn schrieben

Black Elk: "Friede"
Black Elk
Der erste Friede, der wichtigste ist der,
welcher in die Seelen der Menschen einzieht,
wenn sie ihre Verwandtschaft, ihr Einssein mit
dem Universum begreifen und inne werden,
daß im Mittelpunkt der Welt das große Geheimnis wohnt,
und daß diese Mitte tatsächlich überall ist.
Sie ist in jedem von uns.
Dies ist der wirkliche Friede, alle anderen sind lediglich
Spiegelungen davon.
Der zweite Friede ist der, welcher zwischen Einzelnen geschlossen wird.
Und der dritte ist der zwischen Völkern.
Doch vor allem sollt ihr verstehen, daß es nie Frieden
zwischen Völkern geben kann, solange nicht der erste Friede vorhanden ist, welcher, wie ich schon oft sagte,
innerhalb der Menschenseelen wohnt!

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